Ein sehr trauriger Tag. Die Geburtshilfe gibt es nicht mehr.

Ein bewegender Abschied. Mit der stillen Verabschiedung der Hebammen im Krankenhaus Maria Hilf in Daun wurde heute die letzte Geburtshilfe in der Vulkaneifel geschlossen. Auf absehbare Zeit wird es keine geborenen Dauner mehr geben.

Dennoch ist es für uns ein Tag mit überzeugter Hoffnung: Wir kämpfen weiter dafür, dass sehr bald wieder Kinder in unserer Vulkaneifel zur Welt kommen können. Und wir sagen Danke, allen unseren lieben Hebammen und den vielen guten Geistern, die die Geburtshilfe bis heute am Leben gehalten haben! Wir bleiben für Euch bei der Stange!

1.500 Menschen sind für ihre Geburtshilfe auf die Straße gegangen. Über 8.000 Menschen haben durch ihre Unterschrift unter die Petition zur Erhaltung ihrem Unverständnis Ausdruck gegeben. Über 150.000 Mal wurden unsere Beiträge bei Facebook wahrgenommen, über 90.000 Mal wurde auf Beiträge ragiert. Danke Euch allen, die Ihr unser gemeinsames Anliegen so nachhaltig und vehement unterstützt habt!

Die drohende Schließung war das bestimmende Thema der letzten Wochen, bei den Menschen unserer Region, auf der Straße, in unseren Familien, in den Zeitungen, im Radio, im Fernsehen. Resolutionen wurden verabschiedet, Mahnwachen gehalten, Steuerungsgruppen zusammengerufen, Runde Tisch veranstaltet, Glocken geläutet, Sondersitzungen einberufen, Briefe geschrieben, Pressekonferenzen gegeben und eine Menge telefoniert und gesprochen. Unter dem Eindruck der drängenden Frage: Kann die Geburtshilfe gerettet werden?

Kann es sie wieder geben? Werden wieder Kinder in der Vulkaneifel geboren werden? Natürlich. Was sollte daran so unermesslich schwer sein?

Und Allen, die mit dem heutigen Tag meinen, das Thema sei ausgesessen und bald vergessen, die Wogen geglättet und alles wieder gut – Allen, die nach außen Empörung spielten, während sie hinter vorgehaltener Hand bereits resignierten – Allen, die Gremien einberufen, aber die maßgeblichen Akteure, vor allem die Hebammen nicht mit einbeziehen – Allen,die sich mit schnellen Taten schmücken wollen – und Allen, die jetzt Lösungen versprechen, aber nicht sichtbar über die bisherigen Grenzen ihres Handelns hinauswachsen wollen sei versichert: Vulkaneifler sind hartnäckig. Sie sind weitsichtig, vergessen nicht – und wissen was gut für sie und ihre Familien ist. Und sie wollen, das ihre Kinder wieder in der Vulkaneifel geboren werden können.