Gemeinsames Ziel: Wiedereinrichtung einer Geburtshilfe zum 1. Januar 2020

Daun. Unsere Region erwartet von den lokal und überregional handelnden Personen, dass alles getan wird, damit bald wieder Kinder in der Vulkaneifel geboren werden können. Die Herausforderungen auf diesem ambitionierten Weg sind groß, aber die Chancen stehen gut, dass dieses Ziel tatsächlich erreicht wird.

Bei ihrem jüngsten Treffen in Sarmersbach verabschiedete die zu Jahresbeginn gegründete Initiative zur Wiedereinrichtung der Geburtshilfe ihr gemeinsam getragenes Ziel: Die „Gewährleistung einer Klinischen Geburtshilfe in der Vulkaneifel in Form einer Hauptabteilung bis zum 1. Januar 2020 und ihre nachhaltige Sicherung durch bürgerschaftliche Verankerung.“

Das Besondere an dem Prozess auf dem Weg dorthin ist das gemeinsame Wirken aller Institutionen und Personen, die zu einer Lösung beitragen können – und dies auf Augenhöhe: Hebammen, Gynäkologen, Kinderärzte, Kreissparkasse Vulkaneifel, Volksbank RheinAhrEifel eG, Verbandsbürgermeister der Region, Landkreis und Landrat, Interessengemeinschaft Geburtshilfe Vulkan­eifel, und viele mehr. Zur Koordination dieser komplexen Herausforderung übernimmt der Verein Bürger für Bürger e.V. für die Dauer des Prozesses die Aufgabe einer Rückgratorganisation. Denn für das effektive Managen einer gemeinsamen Herausforderung bedarf es eines „Rückgrats“, welches Menschen zusammenbringt, die über eine Reihe sehr spezieller Kompetenzen verfügen.

Gerd Becker, Vorsitzender des Vereins Bürger für Bürger e.V. freut sich mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern über die bereits gut laufende Zusammenarbeit: „Mit Begeisterung werden alle möglichen Hürden auf dem Weg zu einer Wiedereinrichtung einer Geburtshilfe Schritt für Schritt und systematisch genommen. Dort wo Einzelne in unserer komplexen Welt nicht mehr alleine wirken können, wirkt die Sorgende Gemeinschaft. Und wir Eifeler sind eine starke Gemeinschaft!“

Wir bleiben dran – mit vielen Mitwirkenden für eine Wiederbelebung der Geburtshilfe in der Vulkaneifel

über 1.500 Demonstranten, über 10.000 Unterzeichner einer Petition zum Erhalt der Geburtshilfe sowie eine ganze Generation an jungen Familien erwartet von handelnden Personen unserer Region, dass alles Mögliche getan wird, dass kurzfristig wieder Kinder in der Vulkaneifel geboren werden können. Das Ausbleiben dieser Perspektive wäre ein verheerendes Signal an die Menschen und würde zudem Fragen aufwerfen, wie wir künftig mit dem zu erwartenden Wegbrechen von Daseinsvorsorge in unserem ländlichen Raum umgehen.

Daher wirken wir gemeinsam mit anderen maßgeblich engagierten Menschen auf Augenhöhe an einem systematisch ausgestalteten Prozess des Gemeinsamen Wirkens (Collective Impact) mit. Hierzu bildet der Verein Bürger für Bürger e.V.  für den notwendigen Verlauf des Prozesses eine „Rückgratorganisation für die Wiedererrichtung einer Geburtshilfe in der Vulkaneifel“. Viele Menschen und Institutionen unserer Region, die im Thema Geburtshilfe gemeinsam etwas ändern können, wirken mit. 

Bislang fanden zwei Treffen in Sarmersbach statt. Wir bleiben dran!

Wie soll es weitergehen?

Wir sind davon überzeugt, dass wider Kinder in der Vulkaneifel geboren werden können. Daher ermutigen, begleiten und unterstützen wir die Menschen, die diesen ermutigenden Weg bis dahin beschreiten möchten. Wir bestärken alle Beteiligten, sich gemeinsam und auf Augenhöhe an einen Tisch zu begeben. Wir haben Vertrauen darin, dass durch einen professionellen Dialog ein gemeinsames Wirken Erfolg haben wird. Und: wir bleiben hartnäckig, wie Eifeler nun mal hartnäckig bleiben!

Eine breit getragene Initiative aus der Mitte unserer Gesellschaft heraus wird gemeinsam mit Hebammen, Verwaltung, Politik und Gesundheitswesen eine Lösung finden.

 

Es geht weiter!

Sehr bewegende Wochen bis zur schnellen Schließung der Geburtshilfe liegen hinter uns. Im Krankenhaus Maria Hilf in Daun können keine Kinder mehr geboren werden…

Für uns gilt: 2019 werden wir alles daran geben, dass wieder Kinder im Herzen der Vulkaneifel geboren werden können. Wir freuen uns auf Eure weitere Unterstützung!

Ein sehr trauriger Tag. Die Geburtshilfe gibt es nicht mehr.

Ein bewegender Abschied. Mit der stillen Verabschiedung der Hebammen im Krankenhaus Maria Hilf in Daun wurde heute die letzte Geburtshilfe in der Vulkaneifel geschlossen. Auf absehbare Zeit wird es keine geborenen Dauner mehr geben.

Dennoch ist es für uns ein Tag mit überzeugter Hoffnung: Wir kämpfen weiter dafür, dass sehr bald wieder Kinder in unserer Vulkaneifel zur Welt kommen können. Und wir sagen Danke, allen unseren lieben Hebammen und den vielen guten Geistern, die die Geburtshilfe bis heute am Leben gehalten haben! Wir bleiben für Euch bei der Stange! „Ein sehr trauriger Tag. Die Geburtshilfe gibt es nicht mehr.“ weiterlesen

Unsere große Chance: Eine Aufgabe für die Sorgende Gemeinschaft

Die große positive Energie, die wir im Kampf für den Erhalt der Geburtshilfe erfahren haben, nehmen wir mit in unsere weitere Arbeit. Resignation kann keine Möglichkeit sein!
Und Verdrossenheit spielt nur Scharlatanen in die Hände…

Wenn die Institutionen, von denen wir hofften, sie könnten die Geburtshilfe retten, dies nicht bewerkstelligen können, gehen wir eben eigene Wege. Zeigen wir diesen Institutionen, wie verantwortliches Handeln langfristig Erfolg haben wird und laden sie ein, dies mit uns zu lernen. Und wenn wir hier bundesweit die Ersten sind, die in der Geburtshilfe neue Wege gehen, dann soll es so sein. Vulkaneifler haben allemal alles Zeug hierzu!
Und es bleibt uns offensichtlich nichts anderes übrig, als selbst aktiv zu werden.

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